Blogthemen

KI-Kompetenz und selbstständiges Lernen

Souveräner KI-Einsatz braucht Wissen, Urteilsfähigkeit und Selbstregulation. Die Beiträge zeigen, wie Schulen diese Fähigkeiten entwickeln und Lernende stärken können.

  • Zwischen Hype und Panik?

    In seinem Blog-Artikel „Zwischen Hype und Panik“ setzt sich Benedikt Wisniewski kritisch mit dem aktuellen Diskurs über Künstliche Intelligenz in der Schule auseinander. Er zeigt auf, dass die mediale Berichterstattung oft in extremen, dichotomen Bahnen verläuft, während das tatsächliche Meinungsbild der Lehrkräfte deutlich weniger polarisiert ist und eher von pragmatischer Unsicherheit geprägt wird. Wisniewski liefert in seinem Beitrag eine fundierte Zusammenschau wichtiger internationaler Studien, um den pädagogischen Diskurs auf eine empirische Basis zu stellen. Dabei beleuchtet er zentrale Fragen zur Lernwirksamkeit, zum kognitiven Offloading und zur akademischen Integrität, wobei er verdeutlicht, dass viele verbreitete Annahmen – etwa über eine allgemeine Zunahme von Betrug oder den automatischen Verlust kritischen Denkens – einer differenzierten wissenschaftlichen Überprüfung bedürfen.

  • KI-Kompetenzen systematisch entwickeln: Vier aufeinander abgestimmte Tools für Schule und Unterricht

    , am 21.01.26

    In ihrem Beitrag stellt Susanne Alles ein Set aus vier aufeinander abgestimmten Werkzeugen vor, die Lehrkräfte und Schulen dabei unterstützen, Künstliche Intelligenz systematisch in den Bildungsalltag zu integrieren. Gemeinsam mit Manuel Flick wurde ein Prozess entwickelt, der auf dem KI-Kompetenzmodell für Lehrende und Lernende basiert und die Bereiche Diagnose, Strategie sowie Unterrichtspraxis nahtlos miteinander verbindet. 

  • KI im Schulalltag: Skepsis, Aha-Momente und neue Wege

    , am 01.10.25

    Für Gymnasiallehrerin Susanne Jansen war die erste Nutzung von KI ein Meilenstein, der ihre digitale Bildungsreise veränderte. Ein neuer Blogbeitrag beschreibt ihren Weg und wie KI als „Co-Pilot“ dient: nicht unbedingt zur Unterrichtsplanung, sondern als Inspirationsquelle für Aufgaben und differenziertes Feedback. Der Artikel macht all jenen Lehrkräften Mut, die bisher noch keinen Zugang zu KI gefunden haben, sich mit KI auseinander zu setzen.

  • KI und Prüfungskultur - ein Interview mit Manuel Flick und Joscha Falck

    , am 24.07.25

    Etablierte Prüfungsformate geraten unter den Bedingungen von KI zunehmend unter Druck und es beginnt die Notwendigkeit, über Prüfungen in Zeiten von KI neu nachzudenken. Doch wie kann eine zukunftsfähige Prüfungskultur aussehen? Die Lehrer Joscha Falck und Manuel Flick geben im Interview konkrete Antworten. Sie erklären, wie sie KI bereits heute in Klassenarbeiten und Projekten einsetzen, warum ein Lernen und Geprüftwerden mit und durch KI unausweichlich wird und weshalb auch klassische Klausuren weiterhin ihre Berechtigung haben. Ein praktischer Einblick in die Kernideen ihres neuen Leitfadens und ein Plädoyer für mutige Schritte im Schulalltag.

  • AI Literacy im Klassenzimmer

    , am 17.07.25

    Angesichts der Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler KI-Tools bereits selbstverständlich nutzen , stellt sich für Lehrkräfte nicht mehr die Frage ob, sondern wie sie zu einem souveränen und kritischen Umgang befähigt werden können. Dieser Beitrag übersetzt das oft abstrakt erscheinende Konzept der „AI Literacy“ in die konkrete Unterrichtspraxis. Dazu wird das Thema in sieben zentrale Dimensionen aufgefächert: Technisches Wissen, Anwendungskompetenz, kritisches Denken, ethisches Bewusstsein, Verständnis gesellschaftlicher Auswirkungen, Integrationsfähigkeiten und rechtliches Wissen.  Für jede dieser Dimensionen werden direkt umsetzbare Unterrichtsszenarien für verschiedene Altersstufen vorgestellt. Die didaktische Relevanz aller Anregungen wird durch die konsequente Verknüpfung mit dem neuen AI Literacy Framework der OECD (2025) untermauert.

  • KI-Paradoxien

    , am 02.10.24

    Im neuen Blogbeitrag „KI-Paradoxien“ beleuchtet Joscha Falck, Mittelschullehrer und Schulentwicklungsmoderator, die komplexen Widersprüche im Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Schulalltag. Während KI-Systeme enormes Potenzial zur Entlastung und Förderung bieten, treten in der Praxis oft paradoxe Effekte auf. Falck analysiert neun zentrale Paradoxien, darunter das Entlastungsparadoxon, bei dem KI zwar Lehrkräfte unterstützen kann, dies jedoch eine initiale Einarbeitung erfordert. Weitere Widersprüche wie das Kompetenzparadoxon oder das Gerechtigkeitsparadoxon zeigen, dass der KI-Einsatz nicht so einfach ist, wie oft gedacht. Der Beitrag fordert dazu auf, diese Spannungen zu erkennen und als Teil des kollektiven Lernprozesses zu begreifen. Joscha Falck plädiert für Mut, neue Wege zu erkunden und den Einsatz von KI im Bildungssystem aktiv mitzugestalten.

  • Von Feedback zu Feedforward

    , am 16.03.24

    In diesem Blogbeitrag wird die Umwandlung von traditionellem Feedback zu einem zukunftsorientierten Feedforward-Ansatz diskutiert, wie es die Bildungsforschung und Praktiker vorschlagen. Sebastian Waack stützt sich auf die Arbeiten von Hattie und Timperley sowie die Feedforward-Methodik von Marshall Goldsmith, um die Bedeutung und Wirkung von Feedback im Bildungskontext zu analysieren. Er beleuchtet, wie Feedback oft missverstanden wird und nicht die beabsichtigte positive Wirkung erzielt, insbesondere wenn es sich auf Noten oder personenbezogene Rückmeldungen konzentriert. Waack argumentiert, dass ein effektives Feedbacksystem in der Lage sein muss, auf allen drei Ebenen – Aufgabe, Lernprozess und Selbstregulation – konstruktive Anleitungen für zukünftige Schritte zu bieten. Durch die Integration von Feedforward in den pädagogischen Ansatz können Lehrkräfte und Lernende eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und des zielgerichteten Lernens fördern. Der Beitrag schließt mit praktischen Beispielen für Feedforward-Übungen und deren Nutzen für den Lernprozess, wobei der Schwerpunkt auf der aktiven Beteiligung der Lernenden an ihrer eigenen Entwicklung liegt.

  • KI in der Schule und Bildungsgerechtigkeit

    Prof:in Birgit Eickelmann thematisiert in ihrem Blogbeitrag eine unterschätzte Gefahr bei der Verwendung von KI in der Schule. Die Frage, ob KI zu mehr oder weniger Bildungsgerechtigkeit führt, existiert seit mehreren Jahren. Bereits 2018 sprach Prof. Detmar Meurers über das Potenzial von KI, zur Bildungsgerechtigkeit beizutragen, indem sie individuelles Feedback und maßgeschneiderte Lernangebote bietet, unabhängig von den Ressourcen im Elternhaus. Fünf kange Jahre später betont Prof:in Birgit Eikelmann in einem Vortrag auf der KMK-Fachtagung “KI in Bildungsprozessen” am 01.12. in Köln die Gefahr eines neuen "Digital Divide" im Kontext von KI, wenn Schulen nicht proaktiv handeln. Dieser "Digital Divide" umfasst Unterschiede im Zugang, in der Nutzungsmotivation, in der Nutzungserfahrung und in den digitalen Kompetenzen der Schüler. Um die digitale und KI-Kompetenz aller Schüler zu fördern und Chancengleichheit zu gewährleisten, müssen Schulen KI-basierte Lehr- und Lernprozesse aktiv integrieren und weiterentwickeln.