Blogthemen

Forschung und Evidenz

Was wissen wir über die Wirkung von KI und Feedback in der Bildung? Dieses Thema bündelt Studien, Evaluationen und evidenzorientierte Einordnungen.

  • Growth Mindset matters – Wachstumsorientiertes KI-Feedback als Schlüssel in der (Lehrkräfte-)Bildung?

    , am 26.11.25

    In ihrem Blogbeitrag stellt Ines Böhmer eine Idee zur Professionalisierung in der (Lehrkräfte-)Bildung vor. Sie betont die Bedeutung des "Growth Mindset", also der Überzeugung, dass Fähigkeiten entwickelbar sind, und möchte dafür sensibilisieren, dass auch "gut gemeintes" Feedback von Lehrkräften unbeabsichtigt ein starres "Fixed Mindset" fördern kann. Als innovativen Ansatz präsentiert sie einen KI-Feedback-Coach, den sie so umfunktioniert hat, dass (angehende) Lehrkräfte adaptives Meta-Feedback zu ihrer eigenen wachstumsorientierten Feedbacksprache erhalten. In simulierten Situationen analysiert das Tool die Antworten der Lehrkräfte anhand von GMSL-Kriterien (Growth Mindset Supportive Language) und gibt konkrete Verbesserungsvorschläge. 

  • Deutsches Schulbarometer - Vom Zusammenhang von schulischem Wohlbefinden und Feedback

    , am 21.11.24

    Der Blogpost beleuchtet die Ergebnisse des Deutschen Schulbarometers 2024 mit einem Fokus auf das schulische Wohlbefinden von Schüler und die Rolle konstruktiven Feedbacks. Die Umfrage zeigt, dass etwa ein Fünftel der Schüler ein geringes schulisches Wohlbefinden aufweist, oft geprägt durch Stress, Angst und fehlende Unterstützung. Besonders konstruktives, individuelles und ermutigendes Feedback von Lehrkräften trägt entscheidend zu einem positiven schulischen Wohlbefinden bei, während Defizite im Feedback-Geben Unsicherheiten und Frustration verstärken. Der Beitrag betont die Bedeutung einer Lernkultur, die auf individuelle Förderung statt Selektion setzt, und empfiehlt den Einsatz von KI-Tools wie Fiete.ai, um systematisches Feedback zu ermöglichen und die Heterogenität der Schüler besser zu berücksichtigen.

  • Warum FelloFish? Eine PRISMA-Analyse aus der KI-Schulpreis-Schule

    , am 22.05.26

    Warum nutzen wir genau dieses KI-Tool? Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal wurde frisch mit dem KI-Schulpreis 2026 ausgezeichnet – doch hinter dem Erfolg steckt keine blinde Technikgläubigkeit, sondern ein auf Reflexion ausgelegtes System. In seinem neuen Blogpost zeigt KI-Schulkoordinator Felix Urban, wie das Feedback-Tool FelloFish mithilfe des dynamischen PRISMA-Modells auf Herz und Nieren geprüft wurde und wie man PRISMA für die Schul- und Unterrichtsentwicklung nutzen kann.

  • Was müssen Lehrkräfte über Feedback wissen? Teil 2: Richtig schlechtes Feedback

    , am 08.01.26

    Feedback gilt in der Schule oft als das Allheilmittel für besseres Lernen, doch die simple Formel „Viel hilft viel“ ist ein Trugschluss. In seinem neuen Beitrag wagt Hendrik Haverkamp einen Blick auf die wissenschaftlichen Fakten und zeigt, dass Rückmeldungen ein zweischneidiges Schwert sind: Studien belegen, dass Feedback in mehr als einem Drittel der Fälle die Leistung sogar verschlechtert, anstatt sie zu steigern. Der Artikel deckt auf, warum vermeintlich motivierendes Lob das Ego bedroht, weshalb ständige Korrekturen wie ein Navigationssystem in die Unselbstständigkeit führen und warum die beliebte „Sandwich-Methode“ oft mehr Vertrauen zerstört als hilft.

  • Was müssen Lehrkräfte über Feedback wissen? Teil 1: Richtig gutes Feedback

    , am 12.12.25

    Feedback gilt als eines der mächtigsten Werkzeuge für den Lernerfolg. Doch aktuelle Studien zeigen: Gut gemeinte Rückmeldungen können die Leistung von Schülern sogar bremsen. Wie gelingt lernwirksames Feedback, das wirklich ankommt? Zum Start unserer neuen Basic-Serie fasst Hendrik Haverkamp den aktuellen Forschungsstand kompakt zusammen und zeigt an konkreten Beispielen, wie gutes Feedback in der schulischen Praxis aussehen kann.

  • Vom Wollen und Können – lernförderliches Feedback auf Texte von Schüler*innen geben

    In ihrem Artikel „Vom Wollen und Können - lernförderliches Feedback auf Texte von Schüler*innen geben“ beleuchtet Professorin Kirsten Schindler die Herausforderungen und Potenziale von schriftlichem Feedback im Deutschunterricht. Sie zeigt auf, dass Feedback zwar als zentrale Aufgabe von Lehrkräften wahrgenommen wird, jedoch oft aufgrund von Zeitmangel und unzureichender Systematik nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Mit Verweisen auf Studien und Experteninterviews erläutert Schindler, warum systematisches und qualitativ hochwertiges Feedback entscheidend für die Entwicklung von Schreibkompetenz ist. Sie bietet konkrete Ansätze, wie Lehrkräfte lernförderliches Feedback gezielt einsetzen können, um die Schreibfähigkeiten ihrer Schüler nachhaltig zu verbessern.

  • Von Feedback zu Feedforward

    , am 16.03.24

    In diesem Blogbeitrag wird die Umwandlung von traditionellem Feedback zu einem zukunftsorientierten Feedforward-Ansatz diskutiert, wie es die Bildungsforschung und Praktiker vorschlagen. Sebastian Waack stützt sich auf die Arbeiten von Hattie und Timperley sowie die Feedforward-Methodik von Marshall Goldsmith, um die Bedeutung und Wirkung von Feedback im Bildungskontext zu analysieren. Er beleuchtet, wie Feedback oft missverstanden wird und nicht die beabsichtigte positive Wirkung erzielt, insbesondere wenn es sich auf Noten oder personenbezogene Rückmeldungen konzentriert. Waack argumentiert, dass ein effektives Feedbacksystem in der Lage sein muss, auf allen drei Ebenen – Aufgabe, Lernprozess und Selbstregulation – konstruktive Anleitungen für zukünftige Schritte zu bieten. Durch die Integration von Feedforward in den pädagogischen Ansatz können Lehrkräfte und Lernende eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und des zielgerichteten Lernens fördern. Der Beitrag schließt mit praktischen Beispielen für Feedforward-Übungen und deren Nutzen für den Lernprozess, wobei der Schwerpunkt auf der aktiven Beteiligung der Lernenden an ihrer eigenen Entwicklung liegt.

  • Impulspapier der SWK

    , am 16.01.24

    Das Impulspapier „Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem“, vorgelegt von der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission am 17.01.2024, bietet umfassende Einblicke und Handlungsempfehlungen zum Einsatz von Large Language Models (LLM) in der Bildung. Hendrik Haverkamp stellt die wichtigsten Ergebnisse vor: Die SWK empfiehlt eine systematische Erprobung von LLM im Bildungsbereich, die Entwicklung domänenspezifischer LLM-Tools und den Einsatz von LLM ab der Sekundarstufe I. Außerdem wird eine Anpassung der Prüfungskultur vorgeschlagen, um LLM einzubeziehen, und es wird auf die Notwendigkeit von kostengünstigen Zugängen zu LLM sowie deren Integration in Lernplattformen hingewiesen. Diese Empfehlungen spiegeln die aktuellen Diskussionen und Herausforderungen wider, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und die Notwendigkeit einer schnellen Entwicklung datenschutzkonformer LLM-Tools. Der Autor nimmt am Ende kommentierend Stellung zu dem Papier.

  • KI in der Schule und Bildungsgerechtigkeit

    Prof:in Birgit Eickelmann thematisiert in ihrem Blogbeitrag eine unterschätzte Gefahr bei der Verwendung von KI in der Schule. Die Frage, ob KI zu mehr oder weniger Bildungsgerechtigkeit führt, existiert seit mehreren Jahren. Bereits 2018 sprach Prof. Detmar Meurers über das Potenzial von KI, zur Bildungsgerechtigkeit beizutragen, indem sie individuelles Feedback und maßgeschneiderte Lernangebote bietet, unabhängig von den Ressourcen im Elternhaus. Fünf kange Jahre später betont Prof:in Birgit Eikelmann in einem Vortrag auf der KMK-Fachtagung “KI in Bildungsprozessen” am 01.12. in Köln die Gefahr eines neuen "Digital Divide" im Kontext von KI, wenn Schulen nicht proaktiv handeln. Dieser "Digital Divide" umfasst Unterschiede im Zugang, in der Nutzungsmotivation, in der Nutzungserfahrung und in den digitalen Kompetenzen der Schüler. Um die digitale und KI-Kompetenz aller Schüler zu fördern und Chancengleichheit zu gewährleisten, müssen Schulen KI-basierte Lehr- und Lernprozesse aktiv integrieren und weiterentwickeln.

  • Zwischen Hype und Panik?

    In seinem Blog-Artikel „Zwischen Hype und Panik“ setzt sich Benedikt Wisniewski kritisch mit dem aktuellen Diskurs über Künstliche Intelligenz in der Schule auseinander. Er zeigt auf, dass die mediale Berichterstattung oft in extremen, dichotomen Bahnen verläuft, während das tatsächliche Meinungsbild der Lehrkräfte deutlich weniger polarisiert ist und eher von pragmatischer Unsicherheit geprägt wird. Wisniewski liefert in seinem Beitrag eine fundierte Zusammenschau wichtiger internationaler Studien, um den pädagogischen Diskurs auf eine empirische Basis zu stellen. Dabei beleuchtet er zentrale Fragen zur Lernwirksamkeit, zum kognitiven Offloading und zur akademischen Integrität, wobei er verdeutlicht, dass viele verbreitete Annahmen – etwa über eine allgemeine Zunahme von Betrug oder den automatischen Verlust kritischen Denkens – einer differenzierten wissenschaftlichen Überprüfung bedürfen.