Lernförderliches Feedback

Wie wird Rückmeldung zu einem wirksamen Teil des Lernens? Hier geht es um Feedbackqualität, Peer-Feedback, Feedbackkultur und formative Lernbegleitung.

  • Feedback im Projektunterricht

    Der Blogbeitrag von Jenny Jungeblut und Martin Lentzen zeigt, wie die German International School of Silicon Valley (GISSV) die Start-up-Mentalität des Scheiterns und des kontinuierlichen Feedbacks in den Bildungsbereich überträgt. Formatives Feedback und eine positive Fehlerkultur sind gelebte Praxis im Projektunterricht. Beides krempelt nicht nur Lehrmethoden um, sondern verbessert auch die Lernerfahrung der Schüler:innen nachhaltig. Die Leser:innen des Blogartikels werden in die Welt des preisgekrönten KI-Startup-Projekts eingeführt und bekommen aufgezeigt, wie durch einen interdisziplinären Unterricht und mithilfe innovativer Ansätze wie KI-basierten Feedbacks die Zukunft des Lernens gestaltet werden kann.

  • Feedback im schülerzentrierten Unterricht - Mensch, Peer und/oder KI

    , am 07.11.23

    Sebastian Schmidt, alias flippedmathe, formuliert in diesem Blogbeitrag eine Liebeserklärung an das Feedback-Geben. Er nimmt den Leser bzw. die Leserin mit auf eine ganz persönliche Reise in seinen Unterricht und berichtet von seinen Feedback-Methoden. Von der coachenden Lehrkraft über Schüler:innensprechstunden, Peer-Feedback bishin zu KI als Feedback-Tool. Aufgrund der authentischen Schilderungen bekommt man ein Gespür dafür, dass es vor allem zwei Dinge sind, die man für gelingenden Unterricht braucht: Eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Schüler:innen und viel Zeit für Feedback.

  • Wenn gutes Feedback ins Leere läuft

    , am 12.08.26

    Rund die Hälfte aller Schüler:innen ändert nach einem Feedback kein einziges Zeichen – ganz gleich, ob es von der Lehrkraft, von Mitschüler:innen oder von KI stammt. Dieser Beitrag zeigt anhand einer überraschenden Parallele zur Medikamenten-Einnahme, warum das kein Technikproblem ist, sondern ein Kulturproblem. Ein Blick in Feedback-, Fehler- und Arbeitsvermeidungsforschung erklärt, warum so viele vor der Überarbeitung ihrer Texte zurückschrecken. Denn selbst das präziseste KI-Feedback läuft ins Leere, wenn Sicherheit, Transparenz und Lernorientierung im Klassenzimmer fehlen. Der Text liefert konkrete Ansätze für Lehrkräfte und Schulen, wie aus ungelesenen Rückmeldungen echte Lernschritte werden.

  • KI-gestütztes Feedback – welche Bedingungen braucht es?

    , am 24.03.24

    Der Blogbeitrag "KI-gestütztes Feedback – welche Bedingungen braucht es?" von Dr. Felix Winter diskutiert, wie künstliche Intelligenz (KI) das Feedback im Bildungsbereich revolutionieren kann, indem sie Lehrkräften und Lernenden kontinuierliche, formative Rückmeldungen ermöglicht. Der Autor hebt hervor, dass solches Feedback über einfache richtig/falsch-Aussagen hinausgehen und konstruktive Wege zur Verbesserung aufzeigen sollte. Dabei wird betont, dass ein effektives Feedbacksystem ein zweiseitiger Prozess sein muss, der die Lehrkräfte über die Lernfortschritte ihrer Schüler informiert und Schüler:innen eine Rückmeldung zu ihren Lernprodukten gibt. Der Einsatz von KI-Tools im Bildungsbereich sollte sorgfältig erwogen werden, um deren Potenzial voll auszuschöpfen und negative Auswirkungen zu vermeiden. Der Artikel unterstreicht die Notwendigkeit, die Feedbacktools und ihre Anwendung in der Praxis eingehend zu evaluieren und fordert eine umfassende Reform des Bildungssystems, um eine Kultur des lernförderlichen Feedbacks zu etablieren. Der Autor teilt auch seine Erfahrungen mit dem KI-Programm "Fiete", das individuelle Hinweise zur Verbesserung von Schülerarbeiten gibt, und diskutiert die Grenzen solcher Systeme im Bildungskontext. Der Beitrag schließt mit der Erkenntnis, dass die Integration von KI-gestütztem Feedback in den Unterricht sorgfältig geplant und durchdacht sein muss, um wirkungsvoll zu sein.

  • Lernförderliches Feedback im Unterricht: Interview mit Joscha Falck

    , am 08.08.23

    “Lernförderliches Feedback im Unterricht” - so lautet der Titel von Joscha Falcks im Sommer 2023 erschienen Sachbuches, das bei Persen erschienen ist. Im Interview verdeutlicht der Autor, warum Feedback so wichtig für das Lernen ist, mit welchen Methoden man Schüler:innen effektiv Feedack geben kann und wie man eine neue Feedbackkultur im Unterricht etabliert.

  • Formatives Assessment und KI

    , am 21.08.23

    Die Lernwirksamkeit von formativem Assessment ist lange bekannt. Trotzdem fristet diese didaktische Wunderwaffe hierzulande noch immer ein Schattendasein. Das hat seinen Grund vor allem in der Dominanz seines mächtigen Gegenbegriffs, des summativen Assessments, das so allgegenwärtig ist und unsere Vorstellung von Schule so maßgeblich prägt, dass kaum Platz für formatives Assessment bleibt. Neuerdings erhält die Diskussion durch die Einsatzmöglichkeiten von KI in der Schule neuen Aufwind, verheißen doch maschinelle Anwendungen nicht nur passgenaue Lernhinweise, sondern auch Arbeitserleichterungen für Lehrkräfte.

  • Wer gibt das bessere Feedback? Mensch oder Maschine?

    , am 27.06.23

    Fragt man Schüler:innen, ob sie zu einem selbst geschriebenen Text lieber Feedback durch eine Lehrkraft, eine Mitschüler:in oder durch eine auf KI basierende Feedback-App bekommen wollen, so antworten die meisten Kinder und Jugendlichen ohne zu zögern, dass sie die Rückmeldung durch die Lehrkraft oder die Peers bevorzugen.

  • Neue Formen des Fremdsprachenunterrichts durch KI-gestützte Lernsettings und Virtual Exchange

    , am 26.06.25

    Wie kann künstliche Intelligenz den Fremdsprachenunterricht nicht nur bereichern, sondern grundlegend transformieren? In ihrem praxisnahen Beitrag zeigt Dr. Melinda Veggian, wie KI-gestützte Lernsettings und Virtual Exchange gezielt Schreibkompetenz und interkulturelles Lernen fördern. Sie nimmt die Leserinnen mit in ein innovatives Unterrichtsprojekt, in dem Schülerinnen im internationalen Sprachtandem gemeinsam mit der KI-Anwendung FelloFish an Schreibaufgaben arbeiten – begleitet durch ein „Sparringspartner-Duo“ aus KI und menschlichem Feedback. Entlang eines differenzierten 5-Schritt-Feedbackverfahrens wird deutlich: KI kann – richtig eingebunden – nicht nur Individualisierung und Prozesssteuerung stärken, sondern auch Reflexionskompetenz und Selbstwirksamkeit fördern. Der Beitrag ist ein Plädoyer für eine neue Lernkultur im Fremdsprachenunterricht.

  • Von Feedback zu Feedforward

    , am 16.03.24

    In diesem Blogbeitrag wird die Umwandlung von traditionellem Feedback zu einem zukunftsorientierten Feedforward-Ansatz diskutiert, wie es die Bildungsforschung und Praktiker vorschlagen. Sebastian Waack stützt sich auf die Arbeiten von Hattie und Timperley sowie die Feedforward-Methodik von Marshall Goldsmith, um die Bedeutung und Wirkung von Feedback im Bildungskontext zu analysieren. Er beleuchtet, wie Feedback oft missverstanden wird und nicht die beabsichtigte positive Wirkung erzielt, insbesondere wenn es sich auf Noten oder personenbezogene Rückmeldungen konzentriert. Waack argumentiert, dass ein effektives Feedbacksystem in der Lage sein muss, auf allen drei Ebenen – Aufgabe, Lernprozess und Selbstregulation – konstruktive Anleitungen für zukünftige Schritte zu bieten. Durch die Integration von Feedforward in den pädagogischen Ansatz können Lehrkräfte und Lernende eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und des zielgerichteten Lernens fördern. Der Beitrag schließt mit praktischen Beispielen für Feedforward-Übungen und deren Nutzen für den Lernprozess, wobei der Schwerpunkt auf der aktiven Beteiligung der Lernenden an ihrer eigenen Entwicklung liegt.

  • Mit Peer Feedback zu einer “neuen Normalität” 

    , am 26.10.23

    Der OECD Lernkompass 2030 verdeutlicht die Notwendigkeit, Schüler:innen stärker an schulische Prozesse und an ihrem Lernen zu beteiligen - ihnen Verantwortung für ihr Lernen zu übertragen. In einer Schule des 21. Jahrhunderts müssen Kinder und Jugendliche Handlungs- und Gestaltungskompetenz (Student Agency) ausüben können. Besonders gut gelingt dies in projekt- und handlungsorientierten Settings und auch beim Peer-Feedback. Die Rückmeldung von Gleichaltrigen ist ein kollaborativer und reflexiver Prozess, bei dem die Lernenden abwechselnd Feedback bekommen oder geben. Dies fördert die Selbstbestimmung der Schüler:innen und stärkt ihre Fähigkeit, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen und ihr Lernen aktiv zu gestalten. Peer-Feedback ist ein Baustein hin zu einer neuen Lernkultur.