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Lernspiele mit KI

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Darum geht’s

Barbara Geyer zeigt, wie Lernende mit KI eigene Lernspiele entwickeln können, statt nur vorgegebene Aufgaben zu lösen. Der fachliche Lernprozess beginnt dabei vor der technischen Umsetzung: Schüler:innen legen Lernziele fest, wählen einen passenden Spieltyp, strukturieren Inhalte und überlegen, welche Fragen, Fehlvorstellungen und Rückmeldungen im Spiel vorkommen sollen. Am Beispiel des Wasserkreislaufs erläutert Geyer, wie aus einer Idee eine interaktive Simulation entstehen kann. Die KI unterstützt beim Programmieren; die Verantwortung für das Konzept und die fachliche Qualität bleibt bei den Lernenden und der begleitenden Lehrkraft.

Besonders wichtig sind eine verbindliche Konzeptphase, die schrittweise Weiterentwicklung und Tests mit anderen Lernenden. Geyer berichtet dazu aus einer Lehrveranstaltung, in der Studierende in Gruppen Spiele entwickelten und gegenseitig erprobten. Ihre Erfahrungen zeigen, worauf bei der Gestaltung zu achten ist: verständliches, erklärendes Feedback, fachlich korrekte Inhalte, ein stimmiger Spielablauf und eine gut bedienbare Oberfläche. Lernspiele sollen zum Denken und Handeln anregen und nicht beim Anklicken von Antworten stehen bleiben. Wenn Schüler:innen keinen eigenen KI-Zugang nutzen, kann die Lehrkraft gemeinsam erarbeitete Prompts eingeben und die Ergebnisse im Plenum zeigen.

Gut zu wissen

  • Erst Lernziel und Inhalte klären, dann einen passenden Spieltyp auswählen und mit KI umsetzen.
  • Eine gemeinsame Konzeptphase mit Papier und Stift hilft, den fachlichen Kern des Spiels herauszuarbeiten.
  • KI-Ergebnisse schrittweise verbessern und Fragen, Antworten sowie Rückmeldungen fachlich prüfen.
  • Spiele mit anderen Lernenden testen: Verständlichkeit, Bedienung und tatsächliche Spieldauer lassen sich nicht allein von der KI beurteilen.
  • Keine personenbezogenen Schülerdaten eingeben; die Umsetzung ist auch über einen von der Lehrkraft bedienten KI-Zugang möglich.

Fragen zum Thema

Barbara Geyer empfiehlt, zunächst Lernziele, Inhalte und Spielmechanik festzulegen. Danach unterstützt die KI beim Programmieren eines ersten Entwurfs. Die Lernenden prüfen das Ergebnis, überarbeiten es und lassen andere das Spiel testen. Die inhaltliche Planung und das Beurteilen der Ergebnisse bleiben Teil ihrer eigenen Lernleistung.

Im Vortrag werden unter anderem Quiz und Memory für Faktenwissen, Sortieraufgaben für Strukturen, Fehlersuchen für die Anwendung von Regeln sowie Szenarien und Simulationen für Zusammenhänge und Entscheidungen vorgestellt. Entscheidend ist, welche fachliche Denkhandlung das Spiel auslösen soll.

Nicht zwingend: Geyer beschreibt auch eine gemeinsame Umsetzung über die Lehrkraft. Die Lernenden erarbeiten ihr Konzept und ihre Prompts zunächst selbst; die Lehrkraft gibt diese in das KI-Werkzeug ein und zeigt die Ergebnisse im Plenum. So lässt sich die Spielerstellung begleiten, ohne dass jedes Kind einen eigenen Zugang nutzt.

Fragen, Antworten und erklärende Rückmeldungen müssen fachlich geprüft werden. Zusätzlich sollten andere Lernende das Spiel ausprobieren: Sind die Aufgaben verständlich, funktioniert die Bedienung und passt die tatsächliche Spieldauer? Geyer betont, dass ein ansprechendes Spiel allein noch kein Beleg für einen hohen Lerngewinn ist.

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