Bereits vergangen
Max Knolle: demoKI: Demokratie- und KI-Bildung vereinen
Zusammenfassung
Max Knolle stellt das Projekt demoKI der Friedensschule Osnabrück vor, das KI- und Demokratiebildung in den Jahrgängen sieben und acht miteinander verbindet. Die Werkstatt folgt drei Leitfragen: Was kann KI, wie funktioniert sie und was verändert sie in der Gesellschaft? Statt abstrakter Theorie entwickeln die Jugendlichen analoge und digitale Lernprodukte. Promptbasierte Botkarten zeigen etwa, wie Systeme durch Vorgaben gelenkt werden; ein gemeinsames Klemmbausteinspiel macht schrittweise Generierung, Fehler und erneutes Lernen anschaulich. Daran schließen Themen wie Fake News, verzerrte Datengrundlagen und die Benachteiligung von Minderheiten an.
Weitere Spiele führen in gesellschaftliche Zielkonflikte: „Energy of Tales“ verbindet eine KI-erzählte Geschichte mit dem Energieverbrauch der Generierung, während „UtoKI versus DystoKI“ mögliche Folgen von KI-Anwendungen zwischen Utopie und Dystopie diskutierbar macht. Die Jugendlichen entwickeln die Materialien mit, erklären sie bei Veranstaltungen und Workshops und wenden ihr Wissen dadurch öffentlich an. Knolle berichtet, dass sie KI anschließend weniger als bloßen Google-Ersatz nutzen und ihre Produkte sicher erklären können. Zugleich beobachtet das Team, dass KI und selbst problematische Verzerrungen zunehmend als normal wahrgenommen werden; deshalb wird das Projekt fortlaufend angepasst und gemeinsam mit der Universität Osnabrück reflektiert.
Takeaways
- KI-Bildung wird mit Demokratiebildung verbunden, sobald gesellschaftliche Folgen und Machtfragen betrachtet werden.
- Haptische Spiele machen technische Prinzipien zugänglich und eröffnen anschließend vertiefende Gespräche.
- Eigene Lernprodukte stärken Verständnis und die Fähigkeit, Erkenntnisse an andere weiterzugeben.
- Bias, Fake News, Energieverbrauch und der Verlust eigener Kreativität werden als konkrete Konflikte bearbeitet.
- Eine frühe Gewöhnung an KI kann kritische Distanz schwächen; Inhalte und Altersstufe müssen daher weiter evaluiert werden.