Bereits vergangen
KI-Schulpreis Spezial
Zusammenfassung
Vertreter:innen der vier in der Kategorie Gesamtkonzept ausgezeichneten Schulen erläutern unterschiedliche Wege, KI systematisch zu verankern. Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium verbindet ein schulisches Planungsmodell mit KI-Koordination, Sprechstunden, Medienbildung, einem KI-Führerschein und didaktisch begrenzten Lernagenten. Die Bertha-von-Suttner-Schule setzt den Schwerpunkt auf Diagnose und selbstgesteuertes Lernen: Wissenschecks geben Lernenden Hinweise auf passende Förderangebote; perspektivisch soll eine schuleigene KI auf eigener Infrastruktur arbeiten. Die Neue Grundschule Potsdam ordnet KI in einen pädagogischen „KI-Kompass“ ein, der Selbstregulation, offene Lernformen und individuelle Rückmeldung stärkt.
Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium bündelt „Own Your Power“ Leitlinien, fächerübergreifende KI-Kompetenztage in den Jahrgängen 7 bis 10, einen Oberstufenkurs und projektorientiertes Lernen. In der Diskussion wird deutlich, dass erfolgreiche Einführung nicht allein von Werkzeugen abhängt. Pilotprojekte, konkrete Entlastung, freiwillige Erprobung, Beteiligung von Schüler:innen und Kollegium sowie dauerhaft verfügbare Mikrofortbildungen schaffen Akzeptanz. Die Schulen wollen ihre Ansätze nun verstetigen, datenschutzkonforme Infrastruktur ausbauen und erprobte Bausteine in den Regelbetrieb überführen, ohne Kollegien mit ständig neuen Einzelideen zu überfordern.
Takeaways
- Ein KI-Konzept braucht ein pädagogisches Ziel und eine verbindliche Kompetenzentwicklung, nicht nur eine Tool-Sammlung.
- Kleine Pilotgruppen können starten; für die Breite sind Ressourcen, schulinterne Fortbildung und Austausch entscheidend.
- Schüler:innen sollten an Regeln, Lernformaten und der Weiterentwicklung des Konzepts beteiligt werden.
- Grundlagenbildung kann zentral organisiert werden, ohne jede Lehrkraft zum KI-Einsatz im Fachunterricht zu verpflichten.
- Eigene oder landesweit bereitgestellte Infrastruktur soll Datenschutz und verlässliche Zugänge sichern.