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Die Zukunft von Bildungsmedien in Zeiten von KI

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Zusammenfassung

David Klett ordnet die mögliche Wirkung generativer KI entlang der gesamten Bildungsmedienlandschaft ein. Dazu unterscheidet er lehrplandeckende Lehrwerksfamilien, ergänzende Einzelmaterialien und Fachinformationen einschließlich Fortbildung und schulischer Prozesssoftware. KI betrifft aus seiner Sicht vier Bereiche: interne Verlagsprozesse, Funktionen innerhalb von Bildungsmedien, Medien über KI sowie Fachinformationen, die pädagogische Fachkräfte beim kompetenten Umgang mit der Technologie unterstützen.

An konkreten Beispielen zeigt Klett, wie KI Unterrichtsplanung an bestehende Lehrwerke anbinden, Inhalte vereinfachen oder übersetzen, multimodale Materialien erzeugen und Lernenden kontextbezogene Assistenz geben kann. Besonders relevant erscheint ihm Feedback, das nicht bloß richtig oder falsch meldet, sondern den nächsten Denkschritt anregt und Überarbeitung als rekursiven Prozess organisiert. Zugleich warnt er vor rein individualisierten Selbstlernszenarien, in denen das soziale Unterrichtsgeschehen verschwindet. Schnell veraltende Inhalte, fehlende Infrastruktur, langsame Lehrplananpassungen und noch unklare didaktische Konzepte erschweren zudem Bildungsmedien über KI. Entscheidend bleibt daher die curriculare und pädagogische Einbettung, nicht die technische Funktion allein.

Takeaways

  • KI kann nahezu jeden Schritt der Entwicklung komplexer Bildungsmedien unterstützen.
  • Vereinfachung und Übersetzung sind bereits besonders naheliegende Formen der Differenzierung.
  • Lernförderliches Feedback sollte Denken und Überarbeiten anstoßen, statt Lösungen vorzugeben.
  • Adaptive Angebote müssen mit gemeinsamem Unterricht und sozialem Lernen verbunden bleiben.
  • KI-Kompetenz sollte fachlich integriert und durch aktuelle Fortbildung begleitet werden.

Tags

  • #Individualisierung
  • #Feedback
  • #KI-Kompetenz
  • #Lehrkräfteprofessionalisierung