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Wissenschaftliches und schulisches Schreiben mit KI

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Zusammenfassung

Dr. Isabella Buck zeigt, warum Schreiben auch im KI-Zeitalter mehr ist als die Produktion eines fertigen Textes: Es unterstützt fachliche Sozialisation, Lernen, Denken und Erkenntnisgewinn. Zugleich nutzen Studierende und Schülerinnen und Schüler KI längst, häufig jedoch ohne ausreichendes Verständnis ihrer Möglichkeiten und Grenzen. Buck unterscheidet vier Nutzungsszenarien: KI kann menschliches Denken ersetzen, es bei Routinen entlasten, es unterstützen oder als dialogische „Denktutorin“ erweitern. Je anspruchsvoller die Nutzung, desto wichtiger werden KI-Kompetenz, Metakognition und die Fähigkeit, den Prozess selbst zu steuern und Verantwortung für das Ergebnis zu übernehmen.

Der Vortrag verfolgt diese Veränderungen durch den gesamten Schreibprozess: Recherche, Strukturierung, Rohfassung und Überarbeitung können von KI profitieren, bergen aber jeweils Risiken wie oberflächliche Quellenarbeit, generische Gliederungen, den Verlust der eigenen Argumentationslogik oder unreflektierte Korrekturen. Didaktisch zentral ist deshalb Transparenz. Lernende sollten verstehen, welches Ziel eine Schreibaufgabe verfolgt, warum Schreiben für ihr Lernen wichtig ist und in welchen Teilschritten KI hilfreich oder bewusst nicht vorgesehen ist. Statt pauschaler Verbote plädiert Buck für lernförderlich gerahmte, iterative Nutzung; strukturierte Bots können dabei unterstützen, ohne den Denkprozess vollständig auszulagern.

Takeaways

  • Schreiben bleibt ein Instrument des Lernens, Denkens und Erkenntnisgewinns, auch wenn KI Texte erzeugen kann.
  • Gute KI-Nutzung entlastet, unterstützt oder erweitert das Denken, statt es vollständig zu ersetzen.
  • Kritische Quellenprüfung und eigene Argumentationsfähigkeit dürfen durch Zusammenfassungen und Gliederungsvorschläge nicht verloren gehen.
  • Metakognition ist nötig, um den gemeinsamen Schreibprozess von Mensch und KI bewusst zu steuern.
  • Schreibaufgaben sollten Lernziel, Nutzen und erlaubte beziehungsweise nicht sinnvolle KI-Nutzung transparent machen.
  • KI-Kompetenz entsteht durch angeleitete, iterative Praxis und nicht durch bloßes Ausprobieren oder pauschale Verbote.